Es ist der 21.08.2019 - 02:34 Uhr
< August 2019 >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
      1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31  
Seitenbesucher
Online:
5
Besucher heute:
6
Besucher gesamt:
190960
Zugriffe heute:
14
Zugriffe gesamt:
620725
Zählung seit:
 01.07.2009

Bürgermeister Axel Linke bei den Sportschützen

04. Jun. 2018, 20:37 von Jürgen Rüsel

Vielleicht fragte sich der erste Bürger der Stadt, Bürgermeister Axel Linke bei seinen Touren durch den Warendorfer Norden ja auch, was sich hinter der langen Betonwand in Höhe des Anwesens von Hans Günter Winkler befindet, wenn er sie denn überhaupt wahrgenommen hat. Sicherlich geht es vielen Warendorfern ähnlich, wenn sie die Dr.-Rau-Allee herauf oder herunter fahren. Auf Einladung des Vorstandes des Schützenvereins „Hinter den drei Brücken e.V.“ konnte Bürgermeister Linke diese Wissenslücke schließen – befinden sich hinter der Betonwand doch die Trainingsmöglichkeiten der Schießabteilungen der Dreibrückenschützen. Vereinspräsident Hennes Bußmann wusste Linke über rege sportliche Aktivitäten der dort beheimateten ca. 90 Sport- und ca. 55 Bogenschützen zu berichten. Auch informierte der Vorstand Bürgermeister Linke über die Entstehungsgeschichte der Schießanlage, die untrennbar mit dem damaligen Wunsch der Stadt Warendorf zur Ausrichtung Warendorfs als „Stadt des Sports“ verbunden ist. Auf Initiative der Stadt Warendorf, so wussten die Dreibrückenschützen zu berichten, habe der Schützenverein „Hinter den drei Brücken e.V.“ 1960 die Schießanlage gebaut, in der nicht nur die heimischen Schießsportler Trainingsmöglichkeiten finden sollten. Ziel sei es von Beginn an gewesen, dort sowohl nationale als auch internationale Wettkämpfe durchzuführen und dem aufstrebenden Modernen Fünfkampf eine Heimat für ihre Schießübungen zu geben. Vereins-Vize Jürgen Rüsel überreichte Kopien aus den Vereinsanalen, aus denen hervorging, dass die Gesamtkosten von damals 150.000 DM durch „die Regierung, Land, Stadt, Polizei und Jägerschaft“ sowie Eigenleistungen der Vereinsmitglieder aufgebracht wurden.

 

Franz-Josef Jordan als Schießwart des Vereins und Vorsitzender der Sportschützen sowie .

Heinz Beckhowe führten Bürgermeister Linke in die Besonderheiten des Schießsport ein und

legte ihm ausführlich auch die Sicherheitsaspekte ihres Sports dar. Beckhowe stellte die rege und auch erfolgreiche Jugendarbeit der Sportschützen vor, wonach sich immer wieder Jugendliche ab 14 Jahren zum Training auf der Anlage einfinden. Er sieht dies auch als Ergebnis der jahrelangen Beteiligung an den Ferienspietagen in Warendorf, wo man Jugendlichen die Möglichkeit biete, in den Schießsport reinzuschnuppern. Letztlich ließ Bürgermeister Linke es sich nicht nehmen, auch auf die 10 Meter entfernte Scheibe mit einem Durchmesser von 5 cm zu zielen, wobei er sich als ganz passabler Schütze erwies.

 

Die Anlage an der Dr.-Rau-Allee teilen sich sowohl Sport- als auch Bogenschützen der Dreibrücken, so dass in der Folge Abteilungsvorsitzender Bernhard Voß zusammen mit Andreas Aundrup Bürgermeister Linke den Bogensport näher brachten. Regelmäßig finden sich dort in der

Zeit von April bis Ende September Bogensportler zum Training ein. Die restliche Zeit des Jahres stellt ihnen die Stadt Warendorf Hallenzeiten in der kleinen Turnhalle der heutigen Gesamtschule zur Verfügung. Voß und Aundrup, stellten Linke die unterschiedlichen Bögen und die Handhabung ihres Sportgerätes vor. Nicht ohne einen gewissen Stolz berichtete Abteilungsvorsitzender Voß von den immer wieder stattfindenden Trainingslagern der kriegsversehrten Bogenschützen der Bundeswehr, die sich auf der Anlage der Dreibrückenschützen bereits mehrfach und unter Anleitung von Voß, Aundrup und weiterer versierter Bogenschützen des Vereins auf nationale und internationale Wettkämpfe bis hin zu Weltmeisterschaften und den Paralympics vorbereiteten. Linke zeigte sich tief beeindruckt von der Arbeit der Bogenschützen. Auch hier ließ er sich nicht lange überreden um einige Pfeile auf die 18 Meter entfernte Zielscheibe abzugeben, auch hier erzielte er Ergebnisse, die sich nach Aussage vom Abteilungsvorsitzeden Voß „durchaus sehen lassen können.“ Abschliessend verwiesen die aktiven Bogenschützen noch einmal auf die Einzigartigkeit der Anlage an der Dr.-Rau-Alle, wo man witterungsgeschützt, aber im Freien trainieren und auch Wettkämpfe durchführen können ihrer Kenntnis nach sei dies „einmalig in Deutschland“.

 

In der Folge des Rundganges setzte sich Bürgermeister Linke noch mit Mitgliedern des Vorstandes der Dreibrückenschützen zusammen, informierte sich über die sportlichen Erfolge, die Jugendarbeit und das Training aber auch über Sorgen und Nöte der Vereinsoberen.

Zurück